Zitate

Heute las ich ein Zitat, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Einerseits gibt es meine Einstellung und feste Überzeugung wieder, andererseits habe ich inzwischen auch Freude am Gegenteil.

Erfüllte Wünsche bedeuten Stillstand. Solange wir Leben, müssen wir unterwegs bleiben.

(Heinz Rühmann)

Der ständige Wunsch nach neuem, neuen Erfahrungen, neuen Erkenntnissen oder neuen Orten ist sicher ein guter Antrieb um die Welt zu entdecken und sich zu entwickeln. Ist es eine immer und für alle Bereiche richtige Einstellung ständig hungrig auf Neues zu sein ? Bleibt dabei genug Zeit, das Erreichte zu geniessen und zu würdigen ? Werden Erfolge durch die ständige hatz auf Neues nicht zum Wegwerfartikel degradiert?

Fragen über Fragen, wie steht es mit Antworten ? Ich lehne mich mittlerweile gern zurück und stelle mir die Frage, Warum soll ich schneller weiter höher, was auch immer. Kann ich nicht einfach zufrieden lächeln und sagen, ich bin zufrieden?

Da mir die Zeit zum lesen fehlt, ich aber genügend Zeit im Auto verbringe, habe ich mir angewöhnt Hörbücher zu hören. Mein aktuelles Werk, heißt „einen Scheiß muss ich“ von Sean Brummel.Hier geht es genau darum. Muss ich das wirklich oder ist es nur ein gerngesehen oder von anderen geförderte/geforderte Konvention? Ich glaube, dass wir ab einem gewissen Erfahrungslevel mal hinterfragen sollten, ob wir bestimmte Sachen wirklich machen müssen.

Wenn wir Freude an einer neuen Aufgabe haben, ok. Wenn wir es aber machen, obwohl die Motivation gleich null ist, besteht die Wahrscheinlichkeit das wir doch nur auf ein „Mussmonster“ reingefallen sind. Sicherlich ist das keine Lebenseinstellung für die Altersgruppe  0 – 20 Jahre, ich denke da sollte man sich noch durch gesellschaftliche Zwänge zu Leistung und Erfahrungen antreiben lassen. Eine Offenheit für Neue Gedanken und Menschen sollte man sich allerdings auch im Alter jenseits der 60 erhalten, nur so kann der gesamte Lebensweg zu einer Reise der ständigen Entdeckung werden.

Also was meinte Heinz Rühmann jetzt mit dem Satz? Ich denke, Es ist wie mit allem, Der richtige Weg ist der mittlere. Wenn wir uns einen Wunsch erfüllen und damit etwas zu unserem Erfahrungsschatz und zu unserer Persönlichkeit hinzugefügt haben, ist das wertvoll und schön aber nicht das Ende der Reise. So lange wir  uns etwas wünschen, haben wir auch Freude daran es zu erreichen. Wenn wir Freude an etwas haben ist es auch ok . Wir dürfen nur nicht aufhören uns etwas zu wünschen.

Wenn ich mir wünsche einmal innezuhalten und meinen bisherigen Weg zu reflektieren, ist das auch eine Art unterwegs sein. Sich zurückzulehnen und zufrieden zu sein, bedeutet nicht, das Ende einer Expedition durch das Leben. Es ist vielmehr das warten und suchen nach neuen Wünschen die uns wieder voranbringen zu neuen Zielen und neuen Ufern.

Wie es so läuft….

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es wird abend der Urlaub ist rum….und nun?

Warum ist die Motivation am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub immer unter Null ? eigentlich sollte man sich doch mindestens etwas freuen die Kollegen wiederzusehen, seine Urlaubserlebnisse mitzuteilen oder sich ausgeruht auf neue Herausforderungen stürzen zu können.

Aber nein, man macht sich Gedanken was wohl alles schiefgelaufen ist während man sich in der Sonne entspannt hat oder das Gefühl nicht genügend Zeit gehabt zu haben um alles im Urlaub erledigen zu können. Egal was es ist, irgendwie hat man die absolute Unlust.

Ist es der allgemeine Irrglaube unersetzbar zu sein oder einfach der erneute Schritt in eine ungewohnte Umgebung ? Nach  meiner Erfahrung mit mir selbst und meinen Kollegen kommt dieses Gefühl  bei Männern und Frauen gleichermaßen, aber durch unterschiedliche Motivation vor.

Während Männer meist nach dem Leitspruch leben : „es gibt nichts Gutes außer man tut es …. selbst“ und dann von der Befürchtung geplagt werden im Job kann ja keiner die Aufgaben so gut wie ich erledigen und deshalb ist eh alles daneben gegangen, liegt bei Frauen meist die Befürchtung zugrunde vor dem Urlaubsantritt die übertragenen Aufgaben nicht ausreichend erledigt zu haben und jetzt für die Fehlleistung zur Rechenschaft gezogen zu werden. Verstärkend kommt noch hinzu, daß viele nicht sicher sind ob sie nach der (Urlaubs-) Pause in der Lage sind sofort wieder die alte Leistung zu bringen.

Außerdem habe ich im Urlaub, oder besser am Ende des Urlaubs, immer das Gefühl, daß ich überhaupt keine Zeit hatte. Nicht zum Entspannen, nicht für all die Aufgaben die zu erledigen waren, nicht für die Familie und schon gar nicht für mich selbst.

Zusammengefasst sind wir im Urlaub immer in Zeitnot und unter Druck gesetzt, keine guten Voraussetzungen zum entspannen und erholen. Ist es dann nicht besser ganz auf Urlaub zu verzichten und dafür die Arbeitszeit zu verkürzen ? Anstatt 3 Wochen Urlaub könnte man doch 6 Wochen halbtags Arbeiten und bei Reisewunsch wären es nur einige überschaubaren Tage der Abwesenheit.

Ich glaube allerdings, daß das Problem wesentlich tiefer sitzt und es nicht reicht an den Symptomen zu behandeln. die Wurzel des Übels sind wir selbst.  Der Mensch, der aufgeklärt, modern, weltoffen und gleichberechtigt ist, wird noch immer von seinem Dinohirn in längst vergangenen Evolutionsstufen festgehalten.

Sorry, ich muss jetzt mal verallgemeinern, wer differenzieren möchte, ist selbstverständlich zu einem Kommentar eingeladen.Die Frau, die  selbstbewusste, gleichberechtigte und leistungsfähige Kollegin, hält Ihre Fähigkeiten im tiefsten Innern für nicht ausreichend um im Alltag zu bestehen. Der Mann, der Alleskönner, hält sich in seinem urzeitlichen Balzgehabe für unfehlbar und für die einzig wahre Krönung der Schöpfung im Bürodschungel.

Was müssen wir also tun um entspannt durch den Urlaub zu kommen und auch am Ende den Wiedereinstieg in die Arbeit gelassen zu erwarten ?

Nichts, denn letztendlich stellt sich dann doch heraus, das alles beim alten geblieben ist. Die Kollegen freuen sich, daß wir wieder zurück sind. Die vorgefallenen größeren und kleineren Katastrophen sind ausgeblieben oder wären auch in unserer Anwesenheit passiert. Wir finden uns sofort wieder zurecht in der gewohnten Umgebung und seien wir mal ehrlich nach den ersten 1 bis 2 Tagen sind wir wieder voll drin als wären wir nie weg gewesen. Alles was wir tun müssen ist es, alles so zu akzeptieren wie es kommt.

Wir können es nicht ändern. Der Vorgesetzte der uns rausschmeißen will hätte das schon längst machen können, auch ohne das wir in Urlaub gehen und der Kunde der uns nicht leiden kann geht sowieso irgendwann zum Wettbewerber, Ich habe keine Lust mir die letzten Urlaubstage zu vermiesen indem ich mir Sorgen über etwas mache, daß ich sowieso nicht ändern kann. Dann nutze ich die, durch diese Erkenntniss, gewonnene Zeit um mehr für die Familie und für mich zu tun. Vielleicht entspanne ich ein bischen oder erledige ein paar Aufgaben von meiner ewigen todo-Liste.

Also dann…….schauen wir mal wie es so weiter läuft.

Das ist der Anfang

bloggen ?

Ich kann nichts darüber sagen, deshalb probiere ich es mal aus.

Das Thema ist mein Leben, oder das Leben im ganzen.

All die Fragen, wohin wir gehen und woher wir kommen, sollen andere lösen. Wichtig ist, wie man sein Leben verbringt und welche Wirkung jedes handeln hat. Es gibt lustige traurige und auch Geschichten die nachdenklich machen, aber alle Begebenheiten haben eins gemeinsam, Sie sind genau so passiert.

Ich werde schreiben wie es mir in den Kopf kommt und es sei mir im Vorfeld verziehen, dass eventuell nicht alles politisch korrekt oder wohl überlegt ist.